Ökologische Inklusion

Vor zwanzig Jahren - Besuch einer Exkursionsgruppe im Rahmen eines EU-Forschungsprojekts auf dem Camphill Loch Arthur an der schottisch-englischen Grenze: Wir werden herumgeführt in einer zerfallenden Kulturlandschaft. Kunstvoll aufgeschichtete Steinwälle aus Lesesteinen am Zerfallen und durch Elektrozäune ersetzt; überalterte, absterbende Weißdornhecken, Aufforstungen mit Monokulturen der nordamerikanischen Sitka-Fichte. Wie anders die von der Camphill-Dorfgemeinschaft bewirtschaftete Kulturlandschaft: Intakte Steinwälle, sorgsam vor Verbiss geschützte Neuanpflanzungen von Hecken und Feuchtbiotope. Der Landwirt, der uns herumführt, sagt den Satz: We can do this because we have more helping hands! In der Lebens- und Arbeitsgemeinschaft aus Menschen mit und ohne Behinderung, die eine biologisch-dynamische Landwirtschaft betreiben, gibt es „mehr helfende Hände“, die Landschaft pflegen und entwickeln können!

Zum Weiterlesen:

van Elsen, T. (2015): Anthroposophische Lebens- und Arbeitsgemeinschaften als Orte ökologischer Inklusion. – Behinderte Menschen 6, 63-68, Graz.