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Landschaft und Wissenschaft  zurück
In den letzten Jahren hat sich die Wissenschaft vorwiegend darauf
spezialisiert, größtmögliche Kontrolle über
einzelne Naturprozesse zu gewinnen. Die dabei entwickelten
Fähigkeiten ermöglichten es, wirtschaftliche
Produktionsprozesse zu optimieren. Analytische Betrachtungsweisen haben
sich gegenüber einer mehr vergleichenden Methodik durchgesetzt.
Erstere versuchen den Forscher weitestgehend aus den Untersuchungen
herauszuhalten (Streben nach sog. Objektivierung), letztere bezieht
gerade den Beobachter mit ein, wohlwissend, dass bereits der Entscheid
für eine bestimmte Betrachtungsweise die Arten der Ergebnisse
einer Untersuchung bestimmt. Analytische Verfahren verlangen nach einer
künstlichen Kontrolle und Begrenzung auf Einzelprozesse.
Vergleichende Methoden bemühen sich für ihre Untersuchungen
darum, die Kraft zur Eigenregulierung von natürlichen Systemen zu
erhalten, um sie schließlich zu stärken und zu verbessern.
Den heute vorherrschenden Wissenschafts-Paradigmen mangelt es oft an
angemessenem Respekt und Verehrung der Natur gegenüber. Vom
Standpunkt eines objektiven, außenstehenden Beobachters wird
Natur zu einer Kapital-Ressource für Rohmaterial und Handelswaren.
Die Zerstörung von Ökosystemen und der Zerfall von
Landschaften und des ländlichen Lebens sind Folgen einer solchen
begrenzten Wissenschaft. In der Landschafts-Forschung führt dieser
Trend dazu, dass von Forschungsansätzen, die Landschaft als ein
Ganzes auffassen, Abstand genommen wird, und sie stattdessen in
unüberschaubar vielen Einzelaspekten analysiert wird.
Anschließend wird versucht, sie z. B. mit Hilfe von
Computer-Modellen wieder zu einem Ganzen zusammenzufügen.
PETRARCA möchte dazu beitragen, dass mehr Aufmerksamkeit darauf
gelenkt wird, wie der jeweilige Wissenschaftsansatz - neben der Wahl
der Objekte und der Einrichtung der Experimente - auch die jeweiligen
Forschungsergebnisse bestimmt und damit auch die daraus resultierenden
praktischen Maßnahmen. PETRARCA unterstützt und fordert eine
ganzheitliche und phänomenologische Betrachtungsweise, die dadurch
gekennzeichnet ist, dass mit einer Aussage der Weg sichtbar wird, auf
dem man die jeweils angesprochene Wirklichkeit erkennt. Nur im
Bewusstsein der spezifischen Sichtweise kann die Betrachtungsart auch
ganzheitlich werden. Im Falle der Landschaft wird die Aufmerksamkeit
auf die jeweilige Art und Weise der Annäherung an die Landschaft
gelenkt.
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