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Wirtschaftlichkeit der Landschaft  zurück
Die Europäische Akademie für
Landschaftskultur sieht in der Wirtschaftlichkeit der jeweilig
angestrebten Landschafts-Kultur das soziale Fundament für eine
nachhaltige Entwicklung ländlicher Gebiete.
Wir unterstützen nachhaltige, weitsichtige und auf das Ganze
gerichtete Wirtschaftssysteme. Jedes nur auf den Gewinn des Einzelnen
bedachte Wirtschaften zielt auf eine Auslagerung der Kosten und eine
Vereinnahmung des Gewinns ab. Folge davon ist die Ausbeutung von
Mensch, Natur und Landschaft andernorts. Für eine nachhaltige
Landschafts-Entwicklung sind Wirtschafts-Systeme gefragt, die auf der
Erkenntnis basieren, dass nur ein gemeinsames, assoziatives
Wirtschaften verschiedenster Unternehmensbereiche zu einer
Erhöhung des Gesamtgewinnes - sozial, kulturell und
ökonomisch - führen kann. Die Gemeinschaftskosten und
-verluste zu minimalisieren ist hierbei der Weg, um auch die Kosten
für Mensch und Natur zu minimieren und den Gewinn für alle zu
steigern. Aufgrund eines solchen Wirtschaftsverständnisses wird
umso deutlicher, dass eigennützige Kurzzeitgewinne den Raubbau an
der Landschaft fördern, während gemeinschaftsorientierte
Langzeitgewinne zu einer nachhaltigen Landschafts-Kultivierung
führen. Ein solches Wirtschaften schärft auch die Wachsamkeit
für die Landschaft, in der und mit der man wirtschaftet.
Schließlich trägt eine solche Wirtschaftsweise zum
Bewusstsein bei, dass Landschaft nicht nur ein Produkt der Wirtschaft
ist, sondern jeder Landschaftskultur.
Auch der Konsument wird mit vielerlei Gewinnen belohnt: eine
Umorientierung von Produktion, Distribution und Handel führt weg
von großen, gleichartigen, anonymen Systemen hin zu regionalen
Anbauweisen und Verteilersystemen mit besonderen Qualitäten, die
in engem Kontakt mit dem lokalen Handel stehen. Eine gesunde und
nachhaltige Lebensmittel- und Landschaftsproduktion kann so miteinander
Hand in Hand gehen.
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